Filmblog: Brad Silberling – “Stadt der Engel” (1998)

Es war mir gar nicht bewusst, dass der Film ein Remake ist. Aber da “Der Himmel über Berlin” sowieso schon auf meiner Filmliste zu finden ist, hätte ich ihn auch so früher oder später gesehen. Und werde nun verstärkt nach dem Wim-Wenders-Original Ausschau halten.

“Stadt der Engel” bezieht sich einerseits auf Los Angeles, dem Schauplatz der Handlung, andererseits aber auch auf den Umstand, dass über Los Angeles Engel wachen, die für die Menschen unsichtbar sind, es sei denn, sie wollen sich zu erkennen geben. Bei Seth (Nicholas Cage) ist dies der Fall, hat er sich doch in die Ärztin Maggie (Meg Ryan) verliebt, die allerdings am Tod eines ihrer Patienten zu zerbrechen droht. Er gibt sich ihr zu erkennen, doch kann er sie als Engel weder spüren, noch kann er riechen oder schmecken. Maggie reicht seine bloße Präsenz aber nicht, und Seth muss sich entscheiden, ob er für seine große Liebe ein Mensch werden will.

Stadt der Engel

Meg Ryan ist immer Meg Ryan, egal welche Rolle sie spielt. Oder sie spielt eben immer nur Rollen, in denen sie sie selbst sein kann. Sie ist niedlich, ein wenig kindlich, hat ihr breites Grinsen und kann wunderbar weinen. Auch in diesem Film kann sie daher alles geben, was sie in ihren anderen Filmen auch so gibt. Nicholas Cage hat als Engel emotional keine Bandbreite zu zeigen und trainierte vor den Dreharbeiten sogar, nicht zu blinzeln, was ihm ebenso wunderbar gelingt. Die schauspielerischen Leistungen gleichen also einem Hamburger: Man weiß, was man bekommt, und auch wenn es bessere Nahrungsmittel auf dem Markt gibt, so ist der Hamburger wenigstens eine solide Sache.
Der Film ist romantisch, auch wenn die Entwicklung der großen Liebe ein wenig verwundert, sehen sich die beiden doch eigentlich viel zu selten. Aber Liebe auf den ersten Blick soll es ja geben. Da die Beziehung nicht perfekt ausgearbeitet wurde, ist auch das Ende (zumindest für mich) weniger tragisch gewesen, als es hätte sein können. Insgesamt jedoch kann man “Stadt der Engel” als guten Film bezeichnen, es ist ein romantischer Liebesfilm, der allerdings erstaunlicher Weise eher ein Männerfilm zu sein scheint. Zumindest spricht die imdb-Bewertungsliste deutlich dafür: 16000 Männer haben ihn bewertet, aber nur 5000 Frauen. Hat jemand eine Erklärung dafür? Männer? Ich gebe “Stadt der Engel” jedenfalls 7 Punkte.

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